Inlineskating, Freizeitsport mit Risiko?
Inline-skaten wird oft als risikoreich bezeichnet, angesichts der vielen Tausend Leute die nach einen Inline-Unfall zum Arzt müssen lässt sich auch vermuten das es recht gefährlich ist.
1.46Mio Unfälle beim Sport im Freizeitbereich
(Arztbesuche)
Hand-,Basket-,Volleyball 12,3%
sonstiges 20,7%
Quelle:*1
Unfälle im nicht organisierten Sport
sonstiges 25,6%
Quelle:*2
Wenn man einmal die Ball-Wettkampfsportarten außen vor lässt scheinen die Zahlen es auch zu bestätigen. Es handelt sich aber um reine Unfallzahlen, es geht nicht hervor in welchen Bereiche wie viele Unfälle passieren, es ist aber wohl annehmen das Sprünge oder irgendwelche andere Stunts über Treppen und Geländer gefährlicher sind als entspannt den Deich entlang zu rollen.
Es geht auch nicht hervor wie viele Menschen die Sportarten wie oft ausüben, nun stellt sich die Frage wie viele Leute fahren Inliner und wie viele Leute haben ein Pferd um darauf zu reiten? Wie viele Leute spielen wie oft Tennis und wie viele gehen mehr als einmal im Jahr für 8 oder 10 Tage Ski fahren?
Die Zahlen stammen aus der Zeit der Jahrtausendwende, damals waren rund 12-14 Millionen Leute hier in Deutschland auf Rollen unterwegs. Vielleicht ergeben sich die hohen Zahlen beim Inlineskating ja ganz einfach auch der Beliebtheit dieses Sportes.
Im Verkehrsunfallgeschehen spielt Inline-skaten auch keine herausragende Rolle, eine Studie des Polizeifortbildungsinstitutes Neuss ergab, dass:
"
Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Inline Skatern im Vergleich zu denen mit Radfahrern bzw. Fußgängern keine herausragende Bedeutung haben, ferner ist die Altersgruppe unter 15 Jahren hier deutlich überrepräsentiert. Die befürchteten Kollisionen mit Fußgängern sind auch nicht erkennbar."
Quelle:*2
Jeder Unfall ist aber einer zu viel, man sollte also nicht über Unfälle reden sondern sie vermeiden. Letztendlich entscheidet jeder für sich selber wie gefährlich Inlineskating für sich und andere ist. Neben der Schutzausrüstung ist eine vorausschauende Fahrweise wichtig, es gilt nicht das Gesetz des stärkeren sondern auf schwächere Rücksicht zu nehmen, wenn wir uns daran halten werden wir auch in Zukunft mit Sicherheit Spaß haben.
Quelle:
*1:Bundesanstallt für Arbeitsschutz BAuA / Information / Statistik / Unfallverletzungen in Heim und Freizeit / Freizeitunfälle 2000
http://www.baua.de/info/statistik/huf_2000/sport00.htm
*2: Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen
http://www.loegd.nrw.de/1pdf_dokumente/2_gesundheitspolitik_gesundheitsmanagement/gesundheitspolitik_land-nrw/sportunfaelle.pdf